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Coraline

caroline

Der neue Film von Henry Selick (The Nightmare Before Christmas) basiert auf dem beliebten Kinderbuch von Neil Gaiman und führt uns in eine surreale Welt, in der die Leute statt Augen Knöpfe haben und alles perfekt scheint.

Coraline ist ein liebevoller Familienfilm, der sich für alle Altersklassen eignet, obwohl die vielen skurrilen Szenen bei Älteren vielleicht mehr Zuspruch als bei Kindern finden.

Die Protagonistin wurde bereits mehrfach genannt – Coraline: Ein stures, aufgewecktes und launisches Mädchen. Gemeinsam mit ihren Eltern, die wenig Zeit für sie zu haben scheinen, zieht sie in ein altes Haus. Natürlich ist sie überaus unglücklich; ihre Freunde musste sie in ihrer alten Heimat lassen, das Haus ist voller Insekten und nicht sehr heimlich, jeden Tag gibt es nur die übelschmeckenden Speisen des Vaters und so weiter.
Doch eines Tages, als Coraline den Springmäusen ihres Nachbars in eine scheinbar zugemauerte Tür folgt, öffnet sich ihr eine neue Welt. Plötzlich kümmern sich ihre Eltern um sie, es gibt wundervolles Essen, ihre Nachbarn sind erfolgreich und lästigen Burschen wird der Mund einfach zugenäht. Hier ist es so schön, dass Coraline nicht mal mehr nach Hause möchte – letztlich übschlagen sich aber die Ereignisse und Coraline muss feststellen, dass diese Welt doch nicht so toll ist… doch da ist es beinahe schon zu spät.

Während die erste Hälfte des Films noch im angenehmen Erzähltempo uns viel bietet, wird es doch in der zweiten etwas viel, was dem Filmspaß aber nicht unbedingt Abbruch tut. Davon abgesehen ist die Optik im Stop-Motion Stil mit sehr viel Detailverliebtheit vonstatten gegangen. Besonders gut gefallen haben mir die kuriosen Szenarien in der Paralellwelt: Egal ob nun ein Publikum voller Hunde mit Monokel, oder gar ein Springmaus Zirkus. Fürs Auge wird hier genug geboten.

Coraline zeigt viel neues und erinnert ein bisschen an ein düsteres Alice im Wunderland. Letztlich sollte man es vor allem wegen der visuellen Mittel ansehen, ansonsten ist es eine nette Unterhaltung für zwischendurch – nicht mittelwertig, aber auch nicht großartig, irgendwo dazwischen tümpelt Coraline.