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Oldboy

“Auch wenn ich schlimmer bin, viel schlimmer bin als jedes Tier… hab ich nicht wenigstens das Recht zu leben?”
Es werden sensible Themen behandelt, viel Gewalt und Erotik zur Schau gestellt und noch mehr geflucht. Aber es ist auch ein großes Kino der Emotionen.
Chan-wook Parks Thriller beginnt im Polizeirevier, als Dae-Su (Min-sik Choi) viel von seiner geliebten Tochter erzählt, sogar ein Geschenk für ihren Geburtstag hat er dabei. Doch er ist sturzbetrunken und muss von den Polizisten immer wieder auf seinen Platz gedrängt werden.
Dann, als sein Bruder auftaucht um ihn abzuholen, ist Dae-Su plötzlich spurlos verschwunden.
Er wurde entführt und eingesperrt. Jeden Tag betäubt ihn Gas um ihn Schlaf zu bringen, jeden Tag erhält er dieselben Teigtaschen zum essen und jeden Tag beschleicht ihn verzweifelt der Wunsch nach Freiheit. Was hat er denn getan, dass er hier ist?
Durch den Fernseher in seinem kleinen Zimmer erfährt er, wie seine Frau getötet und er dafür verdächtigt wird, denn seine Kidnapper haben seine DNA Spuren am Tatort verstreut.
Doch dann – nach 15 Jahren – kommt er frei.. und sehnt sich nach Rache. Dabei hilft ihm die sichtlich jüngere Mi-Do (Hye-jeong Kang), die bald seine Geliebte werden soll.
Es ist ein komplexer und sehr verstörender Thriller. Die letzten Minuten, die alles auflösen, habens in sich.
Ich kann jeden nur empfehlen diesen Film anzusehen, auch ich war skeptisch da ich kein besonders großer Thriller fan bin, doch ich wurde sehr angenehm überrascht. Vorallem die Kamera war großartig.
Unter Kennern des koreanischen Films (zu denen ich mich nicht zähle) ist dieser Film längst Kult. Auch bereits an zahlreichen Filmfestivals konnte er zahlreiche Preise (17 Gewinne & 10 Nominierungen) ergattern (unter anderem auch den großen Preis von Cannes)
Ein amerikanisches Remake von Spielberg und Will Smith ist bereits geplant.