Archiv für April 2010

Ein paar Fotos.

So. Filmleben soll ja persönlicher werden.

Darum werde ich nun auch eigene Werke posten. Und diese aktuellen Selbstportraits sind der Anfang:

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Des Weiteren dürfte es ja allgemein bekannt sein, dass ich auf die Graphische (Zweig Multimedia) gehe. Also werde ich von fort an auch ein paar Resultate, die ich aus Schulzwecken heraus gemacht habe, posten.

So. Das war’s soweit.

Bis irgendwann.

Skeletons In The Closet/Shim’s Family

sitc1Skeletons In The Closet/Shim’s Family ist ein Film von Yoon-Chul Jeong aus dem Jahre 2007.

Die Handlung dreht sich um eine Familie, in der jedes Mitglied mit seinem eigenen Leben beschäftigt ist, ohne sich um den anderen großartig zu kümmern. Selbst als die Mutter ins Krankenhaus eingeliefert wird, philosophieren ihre Kinder nur darüber, dass ihr letzter Satz fürs Testament zu uncool wäre.Skeletons In The Closet Screenshot 2Weiters wird der Vater, der englisch Lehrer an der Schule seiner Kinder ist, angeklagt, mit einer Schülerin geschlafen zu haben. Besagte Schülerin ist aber sozusagen die Freundin des Sohnes der Familie, da dieser dank einer Rückführung sich sicher ist, sie wären in ihrem früheren Leben ein Liebespaar gewesen. Auch hätte sich dieser beinahe das Leben genommen, aber als er einen Schreibfehler in seinem Abschiedsbrief entdeckte, konnte er doch noch nicht gehen, da ein Schreibfehler im Abschiedsbrief ja nun wirklich peinlich wäre.
Die Tochter der Familie tritt derweilen einen Club für Übernatürliches bei, der von einem gescheiterten Regisseur geführt wird, der in seinem Leben nur einen einzigen Filmpreis gewann. Für einen Film von Macarena tanzenden Steinzeitmenschen.
Auch schafft es der Vater nicht mehr, ein guter Liebhaber zu sein und so fühlt sich die Mutter vernachlässigt und macht einem jungen Karaokebarbesitzer schöne Augen. Dieser ist aber nur daran interessiert, ihr die Philosophien des Kaffee Trinkens näher zu bringen und um sie anschließend auf diverse Kaffee Huldigungs Messen mitzunehmen. Zusätzlich glaubt sie, dass sie Krebs hätte und lebt jeden Tag als ob es ihr letzter wäre. Dann ist sie beinahe enttäuscht, als sie erfährt, dass sie doch nicht todkrank ist.
Die Schwester der Mutter der Familie, eine Mangaka, trauert noch ihren Ex-Freund nach. Außerdem muss sie sich von fort an um die Familie kümmern und kämpft mit dem Reiskocher und ihrer eigenen Karriere, die momentan eher schlecht als recht läuft, weshalb sie auch bei ihrer Schwester lebt.Skeletons In The Closet Screenshot 3Vorne weg: Ich habe schon beinahe eine Phobie vor asiatischen Komödien, da diese meist zu überzogen, lächerlich, voller Slapstick und einfach vorhersehbar sind. Oft auch noch gespickt mit unglaubwürdigem Liebesgesülze, dass es mir schwer macht, diese Filme auch nur bis zur Hälfte zu sehen.
Bei Skeletons In The Closet (aka Shim’s Family) war dies anders. Ich wurde äußerst positiv überrascht. Eigentlich bin ich die letzte, die einen so tollen Film erwartet hätte.
Skeletons In The Closet Screenshot 4Natürlich, Spuren des koreanischen Humors und der Kultur findet man auch hier und vielleicht tut sich der ein oder andere Europäer schwer, den Witzen zu folgen. Und logischerweise spielt dies alles ja auch in einem koreanischen Setting, welches für uns vielleicht etwas fremd ist.
Ich jedenfalls hatte keine Probleme. Ich interessiere mich aber auch schon länger für Asien, so wie dem asiatisches Kino und bin daher mit vielen Eigenheiten schon vertraut.
Aber der Humor hat mich wirklich angenehm überrascht. Ja, ich muss dies jetzt zig mal betonen, da ich eine so originelle und skurrile Komödie schon lange nicht mehr erlebt habe. Und schon gar nicht aus Asien, da ich die durchschnittlichen Komödien aus diesem Raum kaum ertragen kann.

Natürlich gibt es auch einige wenige Momente, wo es etwas ruhiger wird, wo der Film aber auch gleich eine weitere Stärke beweist: Nämlich das geschickte Verpacken von ernsten Momenten und Moral. Wobei er niemals ins kitschige abdriftet oder etwas von seinem schnellen Tempo verliert.sitc5Die Regie ist außerdem kreativ gelöst und lässt den Film nie langweilig werden. Die Szenen sind weder lieblos aneinander gereiht, noch zu lang oder zu kurz. Gerade recht, um einen angenehmes und flüssiges Seherlebnis zu schaffen.

Wer also keine Scheu hat, sich auch mal in ganz neue humoristische Gefilde zu wagen, der kann gerne mal einen Blick auf diesen Film werfen, der nicht nur mich begeisterte. Allgemein kam dieser sehr unbekannte Film äußerst positiv an. Aber vielleicht braucht man ein gewisses Vorwissen an asiatischen Filmen um sich wirklich in Handlung und Humor einleben zu können.